Ja zur Pflegeinitiative

Mit dem Ja zur Pflegeinitiative hat das Stimmvolk der Politik einen klaren Auftrag zur Stärkung der Pflege erteilt, der weiter gehen soll als der indirekte Gegenvorschlag des Parlaments.

Weil sich mit diesem Entscheid die Behebung des Fachkräftemangels verzögern wird, plädieren Spitex Schweiz, CURAVIVA Schweiz, Association Spitex privée Suisse ASPS und senesuisse dafür, die wichtigsten Elemente des politisch unbestrittenen indirekten Gegenvorschlags möglichst rasch zu realisieren. Denn dieser enthält wesentliche Forderungen der Pflegeinitiative.

Zwar haben die eidgenössischen Räte mit dem indirekten Gegenvorschlag zur Pflegeinitiative im Frühjahr 2021 eine substanzielle Vorlage verabschiedet, die verbindlich und rasch umsetzbar gewesen wäre. Doch dem Stimmvolk ging die Vorlage zu wenig weit: es hat an diesem Wochenende der Pflegeinitiative mit weitergehenden Forderungen den Vorzug gegeben.

Damit stehen die Errungenschaften des indirekten Gegenvorschlags wieder zur Disposition und müssen in der parlamentarischen Debatte neu ausgehandelt werden – mit ungewissem Ausgang. Auch kann die Behebung des Fachkräftemangels nicht sofort an die Hand genommen werden. Umso wichtiger ist es, dass die durch die Initiative unbestrittenen Massnahmen des indirekten Gegenvorschlags – allen voran die Ausbildungsoffensive – trotzdem möglichst rasch realisiert werden können. CURAVIVA Schweiz, Spitex Schweiz, senesuisse und Association Spitex privée Suisse ASPS werden sich dafür sowie für eine substanzielle und praxisorientierte Umsetzung der weiteren Teile der Pflegeinitiative einsetzen. Denn die vier Verbände teilen das Ziel der Initiantinnen und Initianten: die nachhaltige Stärkung der Pflege.

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