Spitex-Mediation weicht verhärtete Fronten auf

Dank einer unerwarteten Spende konnte die Spitex Nidwalden das Angebot der Familienmediation für Angehörige schaffen. Eine erste Bilanz fällt positiv aus.

Viele ältere Klientinnen und Klienten wünschen sich, so lange wie möglich zu Hause zu wohnen. Oft lässt sich das nur erfüllen, wenn sich Angehörige engagieren. Beim Versuch, die nötigen «Ämtli» zu verteilen, reissen allerdings schnell Narben auf, prallen Ansichten aufeinander, Unfrieden entsteht. Aus Angst vor einer Konfrontation meiden die Ange-hörigen eine Familienkonferenz. Eine Art von Mediation wäre angebracht – nur: woher sollen sie diese nehmen? Die dazu nötige, neutrale und vertrauenswürdige medizinische Fach-person, bestens ausgebildet und mit einem Gespür für zwi-schenmenschliche Töne, muss schliesslich erst erschaffen werden – und genau dies hat die Spitex Nidwalden getan. Sie ermöglichte der Pflegefachfrau FH / BScN Natalie Wiler an der Hochschule Luzern eine einjährige berufsbegleitende Weiterbildung, die sie mit einem Certificate of Advanced Studies (CAS) in Mediation abschloss. Und so konnte das Angebot der Familienmediation für pflegende und betreuende Angehörige vor gut einem Jahr starten.