Bedarf an Fachkräften in der Pflege ist hoch

Der Bedarf an gut ausgebildeten Fachpersonen wird in den nächsten Jahren stark steigen.

Spitex Schweiz engagiert sich, dass auch in Zukunft noch genügend Pflegefachkräfte zur Verfügung stehen: als Expertinnen der Branche in nationalen Projekten und als Vermittlerin von Fachpersonen, welche ihre praktischen Erfahrungen in die nationalen Gremien tragen.

Aktuell ist die Nonprofit-Spitex in folgenden nationalen Projekten aktiv:

  1. Mitglied in der Begleitgruppe zum Ressortforschungsprojekt vom Bundesamt für Gesundheit „Massnahmen für den Personalerhalt in der Langzeitpflege“. Bei diesem Projekt ist ein spezifisches Instrument zur Messung der Arbeitsstressfaktoren in Institutionen der Langzeitpflege erarbeitet worden um Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitssituation zu erarbeiten. Mehrere Basisorganisationen der Nonprofit-Spitex haben entsprechende Informationen geliefert. In einem weiteren Schritt werden einige Betriebe die Gelegenheit haben, das Produkt zu testen und die Verbesserungsmassnahmen umzusetzen.
  1. Ein weiteres vom Bund unterstütztes Projekt ist die nationale Imagekampagne ISA. Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels in der Pflege hatte der Bundesrat entschieden, gezielte Massnahmen zur Imageförderung der Langzeitpflege zu unterstützen. Basierend auf diesem Beschluss und begleitet vom SBFI, haben die Branchenorganisationen Spitex Schweiz, Curaviva Schweiz und OdASanté die Trägerschaft für die Lancierung einer nationalen Kampagne für die Langzeitpflege übernommen. Diese wird Jugendliche und Erwachsene in der Berufswahl, Fachleute im Pflege- und Gesundheitsbereich sowie die breite Öffentlichkeit über die Berufsabschlüsse und die damit verbundenen Karrierechancen in der Langzeitpflege informieren. Hauptziel der Kampagne ist, die Zahl der Abschlüsse auf Tertiärstufe im Pflegebereich zu erhöhen, indem die Attraktivität der Karrieren in der Langzeitpflege aufzeigt werden soll. Damit leisten die Branchenorganisationen einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Fachkräftebedarfes. Denn tertiär ausgebildete Fachkräfte sind in der Branche besonders gesucht.
     
  2. Im Projekt «Strategie gegen den Fachkräftemangel in den Gesundheitsberufen» haben fünf Fachhochschulen der Gesundheit in der Schweiz Massnahmen gegen den Fachkräftemangel in den Gesundheitsberufen ausarbeitet. Die Forschungsresultate sollen gebündelt Strategien zur Überwindung des Fachkräftemangels generieren mit dem Ziel, ein Kompetenzzentrum gegen den Fachkräftemangel in den Gesundheitsberufen aufzubauen. Auch hier hat Spitex Schweiz mitgewirkt.

Bildungssystematik
Unser Engagement richtet sich auf die Ausbildungsgänge und gleichzeitig auf die Aktionen im Bereich der Laufbahnplanung und Weiterbildungsangebote der Mitarbeitenden.

Auch in diesem Berichtsjahr haben Vertreterinnen der Nonprofit-Spitex bei der Entwicklung der höheren Fachprüfungen Pflege mitgearbeitet. Pflegefachexpertinnen aus diversen Spitex-Basisorganisationen waren in drei für die Spitex relevanten Fachausschüssen vertreten. Die Grundlagen für die Prüfungen wurden ausgearbeitet. Zudem hat Spitex Schweiz nach wie vor das Vizepräsidium der Steuergruppe „Eidgenössische Prüfungen Pflege“ inne.

Neben diesem politischen Engagement wirken die Organisationen vor Ort dem Fachkräftemangel entgegen, indem sie auf verschiedenen Stufen der Bildungssystematik Fachpersonen ausbilden und Praktikumsplätze anbieten, namentlich:

  • Fachfrau/ Fachmann Gesundheit,
  • diplomierte Pflegefachpersonen
  • diplomierte Pflegefachpersonen im berufsbegleiteten Studium FH